Klarzellsarkom #2 – “Fraktur”

Letzte Woche habe ich euch den ersten Teil meiner Geschichte erzählt und heute geht es weiter.

Im Mai letzten Jahres war ich bei der tollen Hochzeit von der lieben nossy und gemeinsam mit einer anderen Freundin von ihr, habe ich sie zum “Altar” geführt. Es war alles so aufregend und schön!

Jo hat neben der Trauung ganze Zeit Blümchen gezupft, aber zumindest hat sie mit ihrer Langeweile niemand gestört :D

Später versammelten wir uns alle für Fotos und ich stolperte, weil meine Absatzschuhe in den Lücken des Kopfsteinpflasters hängen blieben. Zum Glück bin ich nicht gestürzt, aber es war natürlich genau DER Fuß. Als die Fotos gemacht waren, zog ich auch direkt meine Sportschuhe wieder an. Puh, endlich wieder ein angenehmeres Laufen!

Mein Fuß tat zwar wieder mehr weh, aber das war ja nichts Neues für mich.

Ein paar Wochen später, es tat immer noch weh… aber schließlich sollte ich damit leben…. musste ich mit dem Bus von Arbeit aus fahren. Da der erste Bus Verspätung hatte, habe ich den Anschlussbus verpasst und bin ein Stückchen sehr sehr schnell gelaufen, damit die Kinder nicht zu spät aus der KiTa geholt werden. Plötzlich machte es “Knack” in meinem Fuß und der Schmerz war weg. Abends sah ich, dass eine weitere Beule entstanden ist. Mein Gedanke sofort: Die Knochen haben sich weiter verschoben.

Also doch mal wieder zu der Ärztin gehen und abklären lassen. Sie sah mein Fuß und hat mich direkt zu einem Chirurgen geschickt. Wegen dem Umknicken glaubte sie, ich hätte eine Fraktur.

Was der Chirurg mir gesagt hat, erfahrt ihr nächste Woche :)

Klarzellsarkom #1 – “Spreizfüße”

Klarzell…was?

Genau DAS habe ich mich im Oktober letzten Jahres auch gefragt und habe dann gegooglet.

Aber fangen wir mal von vorn an:
Ende 2017 war ich Hochschwanger und im Dezember sollte bald das Baby kommen. In der Schwangerschaft habe ich um die 30 Kilo zugenommen und fühlte mich jeden Abend wie ein Elefant. Zudem plagte mich im rechten Fuß Schmerzen. Ein Knubbel entstand an linken Innenseite und ich schleppte mich so dahin. Die Schmerzen im Fuß schob ich auf die Gewichtszunahme und als dann Jo da war und die Kilos vor sich hinpurzelten… passierte nichts.

Der Knubbel blieb und die Schmerzen beim Gehen ebenso. Da ich immer Sportschuhe trage, kam ich zumindest noch recht gut in die Schuhe, aber meine Gedanken schwirrten dennoch darum. Was ist, wenn die Schuhe irgendwann kaputt gingen? Irgendwie gefiel mir das nicht, denn ich hatte Angst vor neuen Schuhen. Manchmal gab es Tage wo ich überhaupt nicht richtig laufen konnte und humpelte so vor mich hin. Immer schön die Zähne zusammenbeißen und dann wird sich das schon wieder geben.

Es gab sich nicht. Schließlich ging ich ein Dreivierteljahr später zu meiner Hausärztin und berichtete ihr von meinen Schmerzen und sie verschrieb mir Einlagen und Ultraschallbehandlung.

Da ich Spreizfüße habe, seien die Knochen verschoben wurden, weil ich halt so viel zugenommen habe.

Also habe ich mir Einlagen anfertigen lassen und sie eigentlich NIE getragen. Es tat fürchterlich weh. Mir wurde immer wieder gesagt, dass sich mein Fuß erst daran gewöhnen muss, aber ich hielt die Schmerzen nicht aus. Eigentlich bin ich sonst nicht so schmerzempfindlich, aber hierbei schon.

Das Ultraschall half mir aber. Ich konnte nach ca. einem Jahr normal die Treppen hinauf und hinabgehen. Wieder mehr mit Rini draußen herumlaufen. Echt eine Erleichterung!

Aber dabei blieb es nicht…

Weiter geht’s nächste Woche ;)